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27th July
2010
written by th0m4d

Das für Saudi Arabien ausgestellte Arbeitsvisum verlangt alle 30 Tage eine Ausreise aus dem Land. Da ich mich seit dem 22. Juni in KSA (Kingdom of Saudi Arabia) befinde, habe ich mich mit drei Arbeitskollegen zusammen getan und die “Visa Renewal” Reise unternommen. Nach kurzem Überlegen haben wir uns entschlossen die weltbekannte Stadt Dubai zu besuchen.


Tag 1 (13.07)

Um 7.00 Uhr (UTC +3) morgens sind wir vom King Khalid International Airport aus nach Dubai gestartet. Um 9.45 (UTC +4) sind wir dann am Dubai International Airport und um ca 10.30 am Radisson Blu Hotel in Deira am Dubai Creek angekommen.


Größere Kartenansicht

Nach dem Einchecken entschieden wir uns die nah gelegenen Gold und Gewürz Souks (Souk ist das arabische Wort für Markt) zu besichtigen. Da die Souks nicht allzuweit vom Hotel entfernt waren, sind wir zu Fuss aufgebrochen. Dies hat sich jedoch im Nachhinein als eine sehr schlechte Idee herausgestellt. Im Sommer sollte man sich in Dubai so gut wie überhaupt nicht ausserhalb von klimatisierten Räumen aufhalten. Die mittags herrschende Hitze und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit sind über längere Zeit kaum zu ertragen. Eine weitere schlechte Idee war es, um 13.00 Uhr loszulaufen. Die Freiluft Souks haben wegen der hohen Temperaturen zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr geschlossen. Einige Gold Geschäfte waren jedoch eher in kleineren Malls untergebracht, klimatisiert und deshalb auch über die Pause hinweg geöffnet.
Der Gold Souk war zwar recht nett anszusehen, unsere Geldbeutel waren für diese Einkäufe jedoch nicht gut genug gefüllt. Falls man jedoch die Absicht hat Gold und Silberschmuck zu kaufen und auch das Geld für diese Güter besitzt, hat man dort eine sehr gute Auswahl und ich denke auch, dass man gute Preise erwarten kann. In Dubai wird der Schmuck nämlich nach Gewicht bepreist. Ein Gramm Gold hat zu diesem Zeitpunkt ca. 140 UAE Dirham gekostet.

Schaufenster beim Gold Souk

Schaufenster beim Gold Souk

Nachdem wir den Gold Souk durchlaufen hatten, passierten wir ein paar indische und pakistanische Geschäfte, Friseur Salons und Restaurants und gelangten nach einigem Suchen zum Gewürz Souk. Dieser entsprach schon eher meinem Geschmack. Man läuft durch kleine, enge Gassen und hat links und rechts viele an einanander gereihte Geschäfte die Gewürze, Mineralien, Shisha Tabak, Nüsse, Kaffee u.v.m. verkaufen. Die Gewürze sind oft lose in grossen Jute Säcken vor den Geschäften aufgestellt. In der Luft liegt ein Duft aus Weihrauch, Zimt, Kardamon und tausend anderen Gewürzen. Ein gutes Schnäppchen kann man auf jeden fall landen. Zum Beispiel bei Safran. Der wird hier überall verkauft. Man sollte dem Händler sagen, dass man Safran mit sehr guter Qualität kaufen möchte. Die Händler holen dann evtl. ein weiteres Döschen unter der Ladentheke hervor. Auf dem Gewürz Souk kann man auch seine Fähgikeiten zum Handeln trainieren, bzw. auf die Probe stellen. Man sollte jedoch auf jeden Fall handeln. Oft sind die Preise utopisch hoch. Die Händler erwarten, dass man um den Preis handelt. Man sollte sich einfach im Klaren sein, was einem das zu erwerbende Stück wert ist und den Preis dann bis etwa bis zu diesem Betrag handeln.
Der Gewürz Souk ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Mir hat er sehr gefallen.

Indigo, Schwefel und andere Mineralien

Indigo, Schwefel und andere Mineralien

Mmmmh, das riecht aber lecker...

Mmmmh, das riecht aber lecker...

Gewürzstand auf dem Gewürz Souk

Gewürzstand auf dem Gewürz Souk


Tag 2 (14.07)

Am 2. Tag haben wir erstmal ordentlich ausgeschlafen und haben uns danach auf den Weg nach Jameirah Beach gemacht um das Burj Al Arab zu besuchen. Ins innere des Hotels kommt man nur, wenn man entwerder ein Zimmer bucht (is ja klar), oder einen Tisch in einem der beiden Restaurants reserviert. Beide Möglichkeiten gestalten sich jedoch als relativ teuer, wodurch wir uns mit der Aussenansicht des Hotels zufrieden gaben.

Das Burj Al Arab

Das Burj Al Arab

Nach einer halben Stunde in der brühenden Hitze haben wir alle nur noch daran denken können uns im Meer zu erfrischen. Aus diesem Grund haben wir dem Freibad “Jumeirah Beach Park” einen Besuch abgestattet. Jumeirah Beach Park ist eine riesige Parkanlage mit kilometerlangem, weißen Sandstrand. Allerdings ist das Meer an diesem Strand nicht sehr tief. Die Wassertemperatur lag deshalb bei gefühlten 30-40° Celsius. Aus den Duschen kam noch heisseres Wasser. Die Erfrischung war also nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben. War aber trotzdem nötig.

Als wir unsere Strandhandtücher zusammenrollten, wurde es langsam Abend. Vor dem Abendessen haben wir allerdings noch einen kleinen Abstecher auf eine der drei künstlich angelegten Inseln “Palm Jumeirah” gemacht und dort das Atlantis Hotel besucht. Durch die gesamte Hotelanlage zieht sich ein riesiges Indoor Aquarium, namens “Ambassador Lagoon”. Einfach unglaublich. Tausende Fische, hautnah. Wäre die dicke Glasscheibe nicht dazwischen, könnte man Haie, Rochen und was weiß ich noch alles streicheln. Wenn ich mal n Haus baue, kommt auf jeden Fall so ein Aquarium rein :D . Schaut euch einfach die Bilder an.

Das Atlantis Hotel

Das Atlantis Hotel

Die Ambassador Lagoon im Atlantis Hotel

Die Ambassador Lagoon im Atlantis Hotel

Zwischen Jumeirah Palm und dem Burj Al Arab gibt eis noch eine weitere Hotelanalage namens Madinat Jumeirah, welche, wie nicht anders zu erwarten, auch unzählige Geschäfte, einen Souk und Restaurants beinhaltet. Den Jumeirah Besuch haben wir mit einem Abendessen im Trader Vic’s, einem französisch, polynesischen Restaurant abgeschlossen.

Der Madinat Jumeirah Souk

Der Madinat Jumeirah Souk

Bling bling gabs dort auch...

Bling bling gabs dort auch...

Der Tag ging zu ende, die Nacht hat allerdings erst begonnen. Den Abend und die Nacht haben wir noch in den verschiedenen Bars des Radisson Blu Hotels verbracht.

Tag 3 (15.07)

Der dritte Tag war eindeutig der Main Event der Dubai Reise. An diesem Tag besuchten wir das Burj Khalifa. Das mit 828 Metern höhe größte Bauwerk der Welt. Am Vortag hab ich noch Karten für die Aussichtsplattform reserviert – Ja, ihr habt richtig gelesen, ich hab Karten für eine Aussichtsplattform reserviert. Ohne Reservierung ist der Besuch des Burj Khalifa nämlich unverschämt teuer. 400 UAE Dirham, dass sind umgerechnet ungefähr 85 Euro (Stand 25.07.2010). Mit Reservierung ist es zwar mit 100 Dirham (ca. 21 Euro) zwar günstiger, aber immernoch ganz schön knackig. Es lohnt sich aber auf jeden Fall.
Nachdem wir unser Frühstück zu uns genommen haben, sind wir mit der voll automatischen Metro (keine Fahrer) zur Dubai Mall gefahren. Diese grenzt direkt an das Burj Khalifa an und beinhaltet auch den Eingang zur Aussichtsplattform. Doch das ist nicht die einzige Attraktion, die die Dubai Mall zu bieten hat. Wie das Atlantis Hotel besitzt auch die Dubai Mall ein riesiges Indoor Aquarium. Und dieses Aquarium besitzt (im Gegensatz zum Atlantis Aquarium) einen durchsichtigen Tunnel, durch den man die Fische betrachten kann. Der rest der Dubai Mall ist … naja ne Mall halt. Man kann alles Mögliche einkaufen und in mehreren sogenannten Food Cornern Essen ergattern.

Das Indoor Aquarium der Dubai Mall

Das Indoor Aquarium der Dubai Mall

Um 19.00 Uhr war es dann soweit. Wir sind zeuerst durch lange Gänge gelaufen, welche Displays mit Informationen über Architektur und Bau des Burj Khalifas enthielten und sind und als wir am Ende angekommen sind, mit dem Aufzug auf die ca. 452 Meter hoch gelegene Aussichtsplattform gefahren. Der Ausblick war Klasse. Wir sind genau nach Einbruch der Dunkelheit oben angekommen. Nachts sind alle Gebäude und Straßen beleuchtet, wodurch sich Dubai noch ein wenig beeindruckender darstellt.

Das Burj Khalifa bei Nacht,..

Das Burj Khalifa bei Nacht,...

... und bei Tag

... und bei Tag

Die Aussicht nach unten,...

Die Aussicht nach unten,...

... und nach oben.

... und nach oben.

Am Fuße des Burj Khalifa erstrecken sich mehrere kleine, künstlich angelegte Seen mit verschiedenen Springbrunnen und kleinen Booten, die Rundfahrten anbieten. Mehrmals am Tag wird in diesen Seen auch eine Fontainen Show angeboten. Nach dem Besuch der Aussichtsplattform sahen wir uns noch diese Show an und sind anschließend in ein direkt angrenzendes libanesisches Restaurant zum Abendessen gegangen. Es gab traditionelle libanesische Speisen wie Tabbouleh(Salat), Fattoush (auch Salat), Hommos (Kichererbsenbrei), und eine große Grillplatte mit Lamm, Hünchen, Shishkebab und gegrilltem Gemüse. Im Anschluss gab es dann noch Shisha und marokkanischen Tee. War alles super lecker. Und man hatte eine wundervolle Sicht auf das Burj Khalifa und die Fontainen.

Lecker libanesiche Vorspeisen,...

Lecker libanesiche Vorspeisen,...

... und der Hauptgang

... und der Hauptgang


Tag 4 (16.07)

Am Tag der Abreise hatten wir nur den Vormittag Zeit Dubai etwas näher kennenzulernen. Wie bereits oben erwähnt wohnten wir ja am Dubai Creek. Auf der anderen Seite des Creeks befindet sich sozusagen die Altstadt Dubais. In diesem Stadteil gibt es ebenfalls Souks und kleine Geschäfte, in denen man sein schwer verdientes Geld loswerden kann. Unter Anderem findet man dort auch den Textil Souk – unser Ziel. Wir sind mit Daus, kleinen traditionellen Holzschiffen über den Creek, auf die andere Seite gelangt. Ähnlich dem Gewürz Souk, sind die Geschäfte hier in kleinen Gassen angesiedelt. Direkt bei den Eingängen wird man von Händlern regelrecht belagert. Neben Seidentüchern, Orientalischer Kleidung, Deko und Einrichtungsgegenständen kann man auch fragwürdige “Fake Rolex Watches” und “Fake T-Shirts” kaufen :D . Wir blieben bei unseren Einkäufen jedoch eher in der ersten Kategorie. Die Souks sind allesamt sehenswert. Genau so würde ich mir auch die orientalischen Märkte vorstellen.

Mit der Dau über den Creek

Mit der Dau über den Creek

Unsere Dubai Reise schlossen wir mit einer Rundfahrt entlang des Creeks ab. Im Hotel gab es dann noch einen Kleinen Snack, dann wurde gepackt und die heimreise angetreten. Hoffentlich nicht das letzte Mal.

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