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10th October
2010
written by
Azir Monkeys

Azir Monkeys

Am Wochenende konnten wir nicht unserer Arbeit nachgehen und beschlossen kurzerhand in das nahegelegene Asir Gebirge (Asir bedeutet übrigens schwierig), genaurer gesagt in die Stadt Al Baha und auf den dahinter liegenden Gipfel zu fahren. Die Araber wollten wegen der wunderbaren Aussicht in die Berge. Mein Motivation war jedoch eine andere.

Ich wollte Affen sehen :D .

In den höheren Lagen der Hochgebirge der Asir Region in Saudi Arabien leben viele wilde Paviane. Man sieht sie meist in den zerklüfteten Gebirgspässen und Buschlandschaften, jedoch aber auch an den schwer befahrenen Straßen und sogar ab und zu auch an Stadt- und Dorfrändern. Sie werden von dem Abfall und der herumliegenden Nahrung der Menschen angezogen.

Da wir die Affen nicht im Zoo, sondern in der Wildnis aufsuchten, konnte man auch nicht einfach zu einem Automaten gehen und sich für 50 Cent eine Tüte Popcorn kaufen, um diese dann an die Affen zu verfüttern. Aus diesem Grund mussten wir uns nach einer anderen Futterquelle umschauen und wurden auch nach kurzer Zeit fündig. Durch die in der Azir Region herrschende höchste Regenkonzentration Saudi Arabiens, ist es den Landwirten hier in den höheren Lagen möglich, Papayas, Bananen, Birnen, Granatäpfel oder Trauben anzubauen. An einem an den Serpentinen gelegenen Verkaufsstand kauften wir uns dann auch eine ganze Staude Minibanen und ein paar Papayas, um dann zuerst uns und anschließend den Affen den Wanzt vollzuschlagen.

Banen und Papayas vom lokalen Landwirt

Banen und Papayas vom lokalen Landwirt

Mit den gerade erworbenen Köstlichkeiten bewaffnet, machten wir uns auf den Weg zum Gipfel des Berges. Auf der Fahrt hielt jeder zielstrebig Ausschau nach Affen. Sogar unser Fahrer schaute emsig nach links und rechts. Wir mussten ihn ständig ermahnen, er solle doch bitte die Augen auf der Straße lassen.

Nach 20 Minuten Fahrt und ermüdeten Augen waren wir etwas enttäuscht noch keine Affen gefunden zu haben. Es war jedoch erst gegen 11.00 Uhr, vielleicht schliefen die Affen ja noch. Wir beschlossen erstmal ein Lokal zum Mittagessen aufzusuchen und uns nach dem Essen erneut auf die Suche zu machen. Auf dem Rückweg nach Al Baha erspähte ich jedoch plötzlich ein Affenjunges, das gelangweilt auf einem Stein, nahe dem Straßenrandes saß und Schrie:

“STOPP! THERE’S A MONKEY OVER THERE!”

Unser Fahrer stieg so heftig in die Eisen, dass mein Gurt arretierte. Das Affenjunge rannte natürlich sofort weg. Enttäuscht stelle ich mich auf die weiterfahrt ein. Unser Fahrer jedoch ließ das Fenster herab, schnappte sich eine Banane und warf sie dem Affenjungen hinterher. Das blieb dann neugierig stehen, erspähte die Banane und begann gierig die Banane zu verschlingen.

Affenjunges isst Banane

Affenjunges isst Banane

Sekunden später war die gesamte Straßenseite mit Affen überseht. Ich zückte meine Kamera und fing an loszuschießen. Nach einigen Minuten kam sogar ein zweiter Affenstamm die vor uns liegende Straße entlang geklettert, und belagerte unser Fahrzeug von der rechten Seite. Wir waren nun komplett von Affen umzingelt.

Affenstamm am Straßenrand

Affenstamm am Straßenrand

Zweiter, sich annähernder Affenstamm

Zweiter, sich annähernder Affenstamm

Zwei Paviane halten Aussschau.

Zwei Paviane halten Aussschau.

Mutter mit Kind

Mutter mit Kind

Wir verschossen sämtliche Bananen und ich verschoss den gesamten Speicher meiner Kamera. Nachdem die Affen sich an den Bananen sattgefressen hatten und wir uns an den Affen sattgesehen hatten, aßen wir noch in einem lokalen Restaurant zu Mittag und traten die heimreise an.





P.S.: Die besten Bilder meiner Saudi Arabien Reise könnt ihr euch unter folgendem Link anschauen:

KSA Photos




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