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5th December
2010
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Quadbiking in Riyadh

Quadbiking in Riyadh

Woran denken kleine Jungs, wenn sie einen Sandkasten sehen? Genau – “Da bau ich jetzt ne riesen Sandburg rein!”. Woran denken erwachsene Männer, wenn sie einen etwas größeren Sandkasten – sagen wir die Wüste von Saudi Arabien – sehen? Auch richtig – “Da muss ich jetzt unbedingt mit nem Quadbike durchrasen!”. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Wir kamen, sahen und fuhren Quad.




Kilometerweise gerade Highways

Kilometerweise gerade Highways

Sandkasten Panorama

Sandkasten Panorama

Viel Staub um nichts

Viel Staub um nichts

Unser Sandkasten befand sich süd-westlich von Riad, entlang des Makkah Highway. Die Quads warteten mit Ihren Besitzern direkt am Straßenrand. Als wir ankamen, Ging es ganz schnell. Wir gaben dem Besitzer Geld, es gab eine kurze, mit verständigungsproblemen gespickte Einführung, und dann durften wir losreiten. Der weiche Sand schimmerte ockergelb bis rötlich in der tief stehenden Sonne. Jeder Beachvolleyball Spieler würde vor Neid erblassen. Die Quads hatten auch ordentlich Power. Man konnte schöne Schneisen in die Dünen schneiden. Scheinbar als Ausgleich hatten die Quads dafür jedoch fast kein Profil mehr auf den Reifen. Driften war deshalb auch kein Problem. Dafür aber größere Hügel oder weicher Sand. Man blieb öfters drin stecken. Wenn man den Bock zu hart forderte, ging er auch mal aus. Ist er dann nicht direkt angesprungen, eilte schnell Hilfe Herbei. Mit etwas rumgewerkele und ein paar Tritten sprangen die Dinger dann auch immer wieder an.

Wir waren etwa 2 Stunden unterwegs. In meinem Kopf kam es mir vor wie 15 Minuten. Mein Körper fühlte sich jedoch an, als Hätte er gerade einen Marathon durchgestanden. Ich konnte die Vibrationen noch auf der Heimfahrt spüren.

Ganz ungefährlich ist das quadfahren in Saudi Arabien allerdings nicht. Die zu mietenden Quads sind meist nicht in all zu guter Verfassung. Die Plastikverkleidungen Haben Risse, von 2, bzw. 3 Bremsen geht meistens nur eine, und Reperaturen werden mit Draht und Klebeband, anstatt mit geeignetem Werkzeug durchgeführt. Wer Schutzausrüstung erwartet, sollte eher in Deutschland Quad fahren gehen. Helm und Schoner gibts hier nicht. Und alleine ist man auf dem Arial auch nicht. Unzählige Quads rasen in der Wüste umher. Dazu kommen noch mehr oder weniger große Geländewagen. Hier ist auf jeden Fall Vorsicht und vor Allem Aufmerksamkeit geboten. Leicht ist so ein Quad auch nicht. Man liegt schnell drunter, wenn man mal nicht aufpasst.

Jeeps gab es dort auch

Jeeps gab es dort auch

Erschöpftes Gruppenfoto

Erschöpftes Gruppenfoto

Nach dem durchkämmen der Wüste gab es noch ein männliches Gruppenfoto, ein männliches Fastfood Abendessen bei Herfys und eine ziemlich ruhige Heimfahrt ins Compound.

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