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Wecker klingeln – Aufstehen, quer durchs Zimmer rennen, wecker ausschlagen – Bad, Küche, Schuhe, Haustür, Auto, Stuhl im Raum 104 der dualen Hochschule BW Campus Friedrichshafen -Vorlesung.
Das war der einfache Teil. Schwierig wird es dann, die Vorlesungen, die dazu parallel laufenden Software-Projekte, die Studienarbeit, die Vorbereitung für die Bachelorarbeit, die Bewerbungen und die ganzen anderen Arbeiten unter einen Hut zu bringen – mehrmals am Tag von einer Aufgabe zur nächsten umzuschalten. Nebenbei lebt man ja dann auch noch. Man möchte den Abend mit der Freundin oder seinen Freunden verbringen. , zwischen drin surft man noch viel zu lange im Internet. Wenn man gegen Mitternacht nach Hause kommt, ließt man dann noch 1-2 Kapitel aus dem Buch, dass auf dem Nachttisch liegt, und fällt dann irgendwann in den Schlaf.
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Wecker klingeln – Aufstehen, quer durchs… kennen wir ja schon.
So, oder so ähnlich läuft es jeden Tag bei mir. Unter der Woche genauso wie am Wochenende. Am Ende der Woche möchte man ja dann die versäumten Freizeitaktivitäten nachholen und ist ebenfalls die ganze Zeit auf Achse. Hell, dunkel, hell, dunkel, hell, dunkel, Montag. Und wieder dreht sich das Karussel.
Manchmal passiert es auch, dass sich meine Termine überschneiden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es daran liegt, dass ich evtl. zu viel mache, oder ob ich einfach zu verplant bin und mehreren leuten zur gleichen Zeit zusage. Manchmal liegt es auch einfach an dem schlecht ausgebauten Nahverkehrsnetz in meiner Stadt. Wenn man kein Auto besitzt, ist man halt schon mal ne Stunde mit dem Bus unterwegs.
Komisch ist nur, dass es mit der Zeitplanung funktioniert. Meistens zumindest. Überspannt man den Bogen, stolpert man, fliegt auf die Schnauze und ist erst mal ne Woche krank. Ist mir letztens erst passiert. Da fragt man sich dann, ob man es vielleicht übertrieben hat – ob man vielleicht etwas weniger unternehmen sollte – sich öfters mal ne Ausszeit gönnen sollte. Hab ich auch schon mal ausprobiert – einfach mal nichts tun. Den ganzen Tag. Hab allerdings nicht lange durchgehalten. Nach ner halben Stunde wurde mir langweilig. Ist halt nicht mein Ding.
Vielleicht wird es sich in den nächsten Jahren ändern. Vielleicht auch nicht. Im Moment läuft es so eigentlich ganz gut. Gammeln kann man noch oft genug. Solange die Motivation da ist, kann man auch was reißen.
Mitte Januar berichtete Xp in seinem Blog über die Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, die eine Großzahl an Vorlesungen im Internet verfügbar gemacht hat.
Bei meinem alltäglichen Internetkonsum habe ich ein ähnliches Angebot entdeckt. Allerdings handelt es sich hierbei um einen etwas größeren Brocken.
Bei Academic Earth werden, wie bei der Universität Freiburg, Vorlesungen als Videostream angeboten. Allerdings belaufen sich die Inhalte dieser Webpräsenz auf Vorlesungen vieler namenhafter Dozenten aus namenhaften Universitäten der USA (MIT, Harvard, Yale, um nur einige zu nennen) in unterschiedlichsten Themengebieten von Astronomie, über Jura bis hin zu Theologie.
Wer sich seit seinem ersten USA College Teeny Movie fragen stellt wie, “Studieren die auch mal, oder feiern die nur?”, oder “Was macht Yale, Harvard und die anderen Universitäten so besonders?” kann hier vielleicht einen kleinen einblick erhalten.
Ich bin gespannt ob sich der Trend fortsetzten wird, Vorlesungen von Hochschuleinrichtungen online verfügbar zu machen. Es ist offensichtlich, dass dieses Format einen gewissen Reiz mit sich bringt. Man bekommt die Möglichkeit Vorlesungen zu besuchen, die man sonst nur mit mehr oder weniger großem Aufwand besuchen könnte. Studienanfänger könnten unverbindlich rausfinden, ob ihr Wunschstudiengang auch der richtige sei. Studenten mit schwacher Disziplin könnten allerdings auch in Gefahr laufen nachlässiger mit ihrem Studium umzugehen, da sie die Inhalte ja noch “nacharbeiten” könnten. Wenn man einen 32 Stunden Tag hat, ist das ja dann auch kein Problem
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Bleibt nur noch eines zu sagen: Viel spaß beim E-Learning. Auf das es bald Theologie-Biologie-Juristen und Ingeneurs-Geschichts-Chemiker gibt. Oder auch nicht…
